Firmen­geschichte -
Weißbier aus Tradition

1948 – Sud Nummer 1 mit 300 Liter wird im Wurstkessel gebraut.

„Dann fange ich eben nochmals ganz von vorne an“. Als der Braumeister Alois II aus dem Krieg zurückkehrt, sieht er keine Perspektive mehr im elterlichen Betrieb. In Haag in Oberbayern findet er einen leerstehenden Brauereigasthof. Und zwar komplett leerstehend: Die komplette Brauanlage wurde als „kriegswichtiges Material“ konfisziert – inklusive der fürs Brauen notwendigen Kupfersudpfannen. Die Rettung: Ein ausrangierter Wurstkessel – das Geschenk eines ortsansässigen Metzgers. Hierin entsteht die Sud Nummer eins mit 300 Liter Weißbier – die Geburt des UNERTL Weißbiers.

1952 – die Weißbierbrauerei entsteht

Eine Erbschaft von Gabriele Unertl ermöglicht den Kauf des freien Geländes neben der Gaststätte. Der Bau der Brauerei mit Wohnhaus beginnt. Der Brauereigasthof wird zum reinen Bräustüberl und ist seitdem verpachtet. Immer noch sind die Umstände für Alois II schwierig. Gerade deshalb kann er seinen ganzen Fleiß und seine Kunstfertigkeit als Brauer unter Beweis stellen. Kein Wunder, denn er war nicht nur ein Naturtalent, sondern hatte das Brauen in der Fachakademie Dömens in Gräfelfing studiert und seine Lehrzeit als Brauer und Mälzer im berühmten Kloster Andechs absolviert. Der Erfolg bleibt nicht aus. Schon 1952 erfolgt der Brau- und Abfüllprozess im heutigen Brauhaus.

1977 – Erneuerung und Moderne

Als Alois III 1977 den Familienbetrieb übernimmt, erneuert er auf einen Schlag alle Anlagen und bringt damit den Betrieb auf den neuesten Stand der Technik. Der Ausstoß liegt nun beim 27.000 Hektoliter pro Jahr. Bis heute hat sich daran nicht viel verändert. Noch immer wird nach dem berühmten Rezept des Gründers Alois II gebraut. Das Ergebnis ist damals wie heute ein bernsteinfarbenes, malz- und hefearomatisches Weißbier von ganz besonderer Qualität und unverwechselbarem Geschmack. Und noch immer gibt es das Weißbier in der original Bügelflasche. Dem Zeitgeist entsprechend wird das UNERTL-Sortiment 1990 mit einem leichten Weißbier und 2000 mit dem Ursud erweitert. Quasi seit seiner Geburt 1977 lebt sein Sohn Alois IV die Leidenschaft des Familienbetriebs für Hefe, Hopfen und Malz weiter – und führt die Liebe zum Weißbier in die Zukunft.

Unsere Philosophie

Familiär – in vierter Generation

Seit der Gründung ist unsere UNERTL-Brauerei ein reiner Familienbetreib. Jeder der für und mit uns arbeitet, ist ein Teil dieser Familie. Wir arbeiten Hand in Hand, respektieren uns und genießen, was uns verbindet: die hohe Kunst des Weißbierbrauens und die Liebe zum guten Geschmack.

Qualität – mit Liebe gebraut

Und so liegt unsere Stärke auch nicht in bloßer Menge, sondern in der Qualität unseres mit Liebe und Freude gebrauten Weißbieres. Das beginnt schon bei der Auswahl der Rohstoffe und setzt sich in einem speziellen Brauvorgang fort. So verwenden wir für unser Weißbier statt der vorgeschriebenen 50 % über 70 % Weizenmalz aus kontrolliertem Vertragsanbau. Dieses wird besonders schonend und zeitaufwändig in einem speziellen Brauverfahren zu unserem berühmten UNERTL Weißbier gebraut.

Braukunst – schonend in der Flasche nachgereift

Die spektakuläre offene Gärung in ovalen Bottichen ist der Höhepunkt obergäriger Braukunst. Anschließend kann das UNERTL durch eine besonders schonende Flaschengärung seinen typischen, runden Geschmack entfalten. Dieser sehr aufwändige und flächenintensive Vorgang ist zwar eine Seltenheit, im Sinne der Qualität für uns aber eine Selbstverständlichkeit.

Frische – für ein einzigartiges Geschmackserlebnis

Unser Bier wird weder kurzzeiterhitzt noch pasteurisiert, was uns zwar in der Haltbarkeit einschränkt, jedoch im Geschmackserlebnis einzigartig macht. Wir wollen ja keine Konserven herstellen, sondern ein frisches Lebensmittel. Da die Unertls selbst, sowohl als Konsumenten als auch als Brauerfamilie, einen sehr hohen Anspruch an die Qualität ihrer Lebensmittel stellen, ist wohl auch klar, dass im eigenen Interesse nur Bestes ans und ins Bier gelangt.

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